Schreibnacht-Gedanken: vom Zaubern und Schreiben

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Immer wieder werde ich gefragt, wie ich zu dem Feedback von Lesern stehe und warum ich schreibe. Letzte Nacht habe ich mir ein wenig Gedanken darüber gemacht.

Leserstimmen sind für mich wichtig. Natürlich sind sie das. Ich möchte Geschichten erzählen, mir aber dabei nicht nur meine Gedanken „von der Leber schreiben“, sondern meine Leser wirklich persönlich erreichen.
Schreiben fühlt sich in mancher Hinsicht wie Zaubern an. Ein Zauberkünstler oder „Magier“ versucht, auf seiner Bühne eine Illusion entstehen zu lassen, seine Zuschauer in den Bann zu schlagen und mit dem Gefühl, eine angenehme oder aufregende Zeit gehabt zu haben, zu entlassen. Er gibt sich viel Mühe, neue Tricks zu ersinnen, seine Illusionen zu perfektionieren und diesen gewissen Glanz in die Augen seiner Zuschauer zu zaubern, der ihm bestätigt, alles richtig gemacht zu haben.
Genau so möchte ich meine Leser in die Welt meiner Fantasie entführen, sie atemlos machen und dazu bringen, dass die Realität um sie herum versinkt. Viele Bücher haben auch mich dazu gebracht, sie nicht mehr aus der Hand legen zu können, haben diesen wehmütigen Schmerz in mir ausgelöst, mich von den Figuren lösen zu müssen, weil die Geschichte zu Ende war, mich dazu inspiriert, meine eigenen Fortsetzungen in der Welt des Autors in meinem Kopf weiterspinnen zu lassen.
Und irgendwann reifte in mir der Wunsch, mit meinen eigenen Erzählungen Leser auf die Reise in meine eigenen Fantasiewelten zu schicken.

Negative Leserstimmen sind daher für mich so, als würde ein Magier auf der Bühne bemerken, dass das Publikum unruhig wird, seinen Trick zu schnell erkennt, die Illusion durchschaut oder für langweilig hält, weil bereits dutzende Künstler vor ihm denselben Trick angewandt haben oder weil er schlampig war, gepatzt hatte. Er muss sich damit auseinandersetzen und seine Show verfeinern. Natürlich muss er dabei von reinen Störenfrieden unterscheiden, die in jede Show hineinbrüllen würden, aus welchen persönlichen Gründen auch immer. Zum Glück sind diese sehr selten und es macht überhaupt keinen Sinn, jede negative Kritik aus Bequemlichkeit als „Störenfried“ abzustempeln.

Positive Leserstimmen sind dagegen, als würde einem eine Sternschnuppe in den Schoß fallen und einem den Weg zu neuen Projekten beleuchten, einen motivieren, aber sie sollten auch Mahnung sein, sich nicht auf Lorbeeren auszuruhen, sondern immer wieder neue Wege zu beschreiten, neue Tricks zu erfinden von Neuem zu faszinieren.

In diesem Sinne freue ich mich über jede eurer Stimmen, jedes ernst gemeinte Feedback und hoffe, dass ich euch mit meinen Geschichten noch viele aufregende Stunden abseits eures Alltags zaubern kann.

 

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