Nomen est Omen: Aidan

NomenAidan

Heute verrate ich euch, wie auch auf die Namen Aidan und Callahan kam 😊:
Aidan stammt aus dem Altirischen und bedeutet „Feuer“.
Das ist natĂŒrlich eine Anspielung auf seine Gabe, das Element Feuer zu beeinflussen. Als Emma das erste Mal seine Hand berĂŒhrt, hat sie das GefĂŒhl, durch die Flamme einer Kerze zu streichen. Und es weist auf die besondere Beziehung zwischen Emma und Aidan hin.
Sein Nachname „Callahan“ stammt von Ó CeallagchĂĄin und ist gĂ€lisch. Der Name CeallanchĂĄn bedeutet „Konflikt“ oder „Unfriede“.
TatsĂ€chlich gab es schon in frĂŒhester Kindheit in seinem gefĂŒhlskalten Elternhaus Konflikte.


Die Ehe seiner Eltern bezeichnet Aidan als reine Zweckgemeinschaft. Da wĂ€re es ihm noch lieber, sie wĂŒrden streiten, denn dann wĂ€ren zumindest GefĂŒhle im Spiel.
Entsprechend konfliktreich ist auch sein Bezug zu seinen ersten Freundinnen. Ihm haftet der Ruf eines notorischen Herzensbrechers an, was natĂŒrlich eine dunkle Seite seines Charakters darstellt. Seine Eltern kompensieren ihre Lieblosigkeit mit teuren Geschenken, fordern jedoch im Gegenzug Unterordnung und Perfektion in allen Lebensbereichen von ihm.
Aidan ist in mehrfacher Hinsicht verwöhnt: Er kann sich alles leisten, sieht blendend aus, die MĂ€dchen liegen ihm zu FĂŒĂŸen, er beherrscht seine Gaben schon sehr gut und ist auch sonst ein ausgezeichneter SchĂŒler und Sportler.
Seine Verletzlichkeit, seine Sehnsucht, von einem Menschen auch dann geliebt und akzeptiert zu werden, wenn er einmal nicht so perfekt ist, versteckt er geschickt hinter einem Berg von Coolness.
„Unfriede“ herrscht auch in seinem Inneren:
Seine Wut und Zerrissenheit bricht sich im sportlichem Bereich in seinem aggressivem Spiel Bahn sowie in seiner GefĂŒhlskĂ€lte, mit der er sich von MĂ€dchen trennt, an denen ihm nichts mehr liegt. Nur gegenĂŒber Jacob, seinem Patenonkel, wagt er, sich zu öffnen.
Aidan hat, wie man so schön sagt, „einen guten Kern“ und braucht zu Beginn der ErzĂ€hlung vor allem eins: Jemanden, der ihm „gehörig den Kopf wĂ€scht“. 😉
Als er erfĂ€hrt, dass Jacob eine Tochter hat, die bei ihm einziehen wird, befĂŒrchtet er, dass sie seinen Platz einnehmen und ihn verdrĂ€ngen wird. War Jacob zunĂ€chst nur ein Mentor zur Ausbildung seiner Gaben fĂŒr ihn, ist er lĂ€ngst ein sorgender Ersatzvater geworden. Er hat bei seinen Eltern darum gekĂ€mpft, dass er bei ihm wohnen darf, um so oft wie möglich zu trainieren und sich in seiner Elementarkinetik zu verbessern. In Wahrheit hielt Aidan es in seinem Elternhaus kaum mehr aus.
Umgekehrt ist Aidan Jacob wie ein Sohn ans Herz gewachsen. Er hilft ihm, ĂŒber seine eigene Einsamkeit und Verbitterung hinwegzukommen.
Und mit Emmas Auftauchen entstehen erneut Konflikte.
Doch gleich am ersten Tag macht Emma Aidan klar, dass sie nichts gegen seine Anwesenheit im Haus ihres Vaters hat. Zu Aidans Verwirrung tut sie dies nicht, weil sie Interesse an ihm oder seinem offen zur Schau gestellten Reichtum hegt, sondern einfach, weil sie erkennt, wieviel ihm Jacob bedeutet.
Sie handelt selbstlos.
Damit kann Aidan zunĂ€chst ĂŒberhaupt nicht umgehen. Emma fasziniert ihn nicht nur aufgrund ihres Aussehens und ihrer Gaben. Je mehr sie ihn abweist, umso grĂ¶ĂŸer wird sein Interesse. Als sie sich dann mit dem VerrĂ€ter Jared trifft, schĂ€umt er innerlich ĂŒber vor Wut und Eifersucht. Aber er muss vorsichtig sein. Wenn seine Eltern von seinen GefĂŒhlen erfahren, werden sie ihn nicht mehr bei Jacob und Emma wohnen lassen, denn er soll schließlich einmal Lynn heiraten. Und Jacob, der genug von seinen Liebschaften mitbekommen hat, ist ebenfalls alles andere als begeistert davon, dass er sich plötzlich fĂŒr seine Tochter interessiert.
Aidans Entwicklung wĂŒrde ich gerne als „erwachsen werden“ beschreiben.
Er muss lernen, nicht mehr ausschließlich den fĂŒr ihn bequemsten Weg zu gehen. FĂŒr das, was er wirklich in seinem Leben möchte, muss er bereit sein, zu kĂ€mpfen. Auch gegen den Widerstand seiner Eltern. Auch auf die Gefahr hin, dass sie ihn finanziell nicht mehr unterstĂŒtzen werden. Emma lĂ€sst ihm in dieser Hinsicht keine Wahl und bringt ihn sogar dazu, mit den verhassten Falken zu kooperieren. Durch sie lernt er, die Dinge kritischer und unter einem anderem Blickwinkel zu sehen.

 

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