Tag des Kusses

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Eine kleine Szene aus der Jugendbuchdystopie, an der ich aktuell schreibe, zum Tag des Kusses. ;) 
Luz und Niall sitzen im Auto auf dem Weg zu ihrem ersten gemeinsamen Date und kriegen sich prompt in die Haare. Schnell stellt sich heraus, dass Luz um einiges schlagfertiger ist als Niall. Er hat seine eigene Art zu kontern:

"Einen Moment lang dachte Luz, dass sie den Bogen überspannt hatte. Niall reagierte so schnell, dass sie ihm nicht mehr ausweichen konnte. Seine Hände umfassten ihr Gesicht und er drückte seine Stirn sanft gegen ihre. 
„Du solltest es mal mit Boxen probieren“, raunte er heiser. „So schnell wie du teilt bestimmt keiner aus.“ 
Und bevor sie noch etwas erwidern konnte, verschloss er ihren Mund mit seinen Lippen. Nur kurz. Viel zu kurz, um überhaupt zu realisieren, was er da tat. Und viel zu schnell, um ihn zu erwidern. Ihr erster Kuss zog an Luz vorbei in der Geschwindigkeit eines Asteroids und hinterließ einen Krater voller Sehnsucht in ihrem Inneren."

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Teeweisheiten: Entspanntes Schreiben und Kreativität

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„Ein entspannter Geist ist kreativ“, sagt der Yogi-Teemeister.

Tolle Idee, denke ich, also erst einmal entspannen, dann umso kreativer und effizienter schreiben.
Doch was ist eigentlich Entspannung?
„Ein Zustand körperlicher und geistiger Gelöstheit“, klärt mich das DTV-Lexikon auf.
Meine typische Schreibhaltung am Rechner ist leider alles andere als gelöst. Um ehrlich zu sein, lümmle ich ziemlich gebeugt über der Tastatur, habe das rückenschonende Sitzkeilkissen bereits nach einmaliger Anwendung vor Wochen in die Ecke gepfeffert und beschlossen, dass meine Wirbelsäule robust ist, dafür schreit der Schreibarm gerade wieder ziemlich laut „Aua“, weil ich aus alter Gewohnheit auf die Diktiersoftware verzichtet habe. Der Diktierdrache muss schließlich auch mal entspannen.
Geistig hänge ich in einer Szene fest, in der meine Hauptfigur eine wichtige Entscheidung treffen muss, die natürlich im Exposé schon feststeht, ich sollte sie also mal schubsen, dass sie auch in die gewünschte Richtung wandert. Sie ist aber genauso stur wie ich und wehrt sich ziemlich heftig, dummerweise mit stichhaltigen Einwänden. Das bringt mich selbst zum Zweifeln, um nicht zu sagen „Verzweifeln“ und das Exposé …, ach wer hält sich heute schon noch an Exposés?
Also erst einmal ab auf die Couch.
Da liege ich nun und warte auf die donnernden Hufe der entfesselten Pferde meiner Fantasie. Aber in der Ferne höre ich nur das müde Klappern der Spülmaschine, Himmel, wer hat die denn eingeräumt, das klingt, als würden die Tassen sich gerade in Polterabendporzellan verwandeln. Rasch springe ich auf und eile dem weißen Gold Augusts des Starken zur Hilfe. Gut, ich gebe zu kein Meißner Porzellan zu besitzen, aber ich habe ein paar heißgeliebte Lieblingskaffeetassen, darunter eine mit Snoopy aus meiner Abizeit. Wer mich kennt, weiß, dass das bereits mindestens so lange her ist wie die ersten alchimistischen Experimente mit weißem Porzellan. Aber ich atme auf. Ein Spaghettischöpfer ist nur nach unten gerutscht und blockiert den Spülarm.
Wenn ich jetzt schon mal hier bin, kann ich mir auch gleich einen Yogi-Tee machen. Mit dem entspannt es sich bestimmt viel besser und was dann an Kreativität über mich herfällt, wird nicht mehr zu bremsen sein. Ich wähle „Natürliche Abwehr“, den habe ich mir im Winter gekauft und er passt nicht wirklich zu den Sommertemperaturen, aber immerhin ist es Yogi-Tee und damit quasi ein Garant für maximale Entspannung.
Während ich nach der Teekanne greife, stolpere ich um ein Haar über Kira, meine Berner-Sennenhündin, die über die Fähigkeit des Apparierens verfügt, sobald sie mich in der Küche vermutet, denn es ist nicht das erste Mal, dass sie plötzlich hinter mir sitzt mit erwartungsvollem Blick und den Rücken kerzengerade durchgestreckt. Schließlich bekommt man nur ein Leckerli, wenn man „Sitz“ macht. Ich beschließe, sie zu ignorieren, denn es ist noch keine Fressi-Zeit. Während ich den Tee aufbrühe, wechselt sie ihre Taktik, schmeißt sich zu Boden und beginnt, meine Zehen in den Sandalen hingebungsvoll zu schlecken. Dabei fällt mir ein, dass „Streichle dein Haustier“ auch zu den Top-Ten der Entspannungstipps gehört. Und der Tee muss auch noch ziehen.
Ab in die Hocke und erst einmal ausgiebig geknuddelt. Dummerweise ist in der Fellwechselzeit „Streichle deinen Hund“ gleichbedeutend mit „bereite dich auf ein ausgiebiges Staubsaugen vor“.
Aber immerhin, eine gute Viertelstunde später liege ich vollkommen losgelöst wieder auf der Couch und verbrühe mir die Zunge mit dem heißen Tee. Durch die geöffneten Terrassenfenster dringt nicht nur frische Luft, sondern auch das Rattern des altersschwachen Rasenmähers unserer Nachbarn. Außerdem kratzt Kira an der Wohnzimmertür und beschwert sich, dass sie nicht mitentspannen darf. Von meinem Scheibtisch her höre ich gedämpft durch den Rasenmäher den Klingelton meines Handys.
Meine Stresshormone feiern eine Party in meinem Körper.
Ich schnappe mir die Teetasse und eile zurück an den Schreibtisch. Hier ist es so himmlisch kühl und ruhig. Auf dem Handy ist eine Sprachnachricht meiner Kinder, dass sie später von der Schule kommen. Kira schlüpft unter den Schreibtisch und legt zufrieden ihren warmen Kopf auf meine Füße. Ich starre auf den Bildschirm und plötzlich führen meine beiden Hauptfiguren einen faszinierenden Dialog in meinem Kopf, der unbedingt ins Manuskript einziehen sollte.
Recht hat er, der Yogi-Teemeister.
"Entspannung" beflügelt wirklich unsere Fantasie.

 

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Leipziger Buchmesse 2018 - Vom Chaos und den Dämonen

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Erst vor ein paar Tagen habe ich hier über das Thema Perfektion gebloggt. Darüber, alles durchorganisieren und planen zu wollen, und warum diese Einstellung oft zu Enttäuschungen führen und die Sicht auf andere großartige Dinge verbauen kann. 
Meine Reise zur LBM 18 stellte mich dieses Jahr vor eben diese Herausforderung 😉, weil sie in ihrem unerwarteten Chaos Schönheiten offenbarte, die ich um nichts in der Welt missen möchte. 

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Currently working at ...

Schreibmaschine

Was mache ich, seit ich mich schweren Herzens von Emma, Aidan und all den anderen liebenswerten Figuren aus Chosen getrennt habe?

Mein nächster Roman wird sich im Fantasy-Jugendbuchbereich in der Zukunft abspielen. Hauptfigur ist die siebzehnjährige Luz, deren Leben bei ihrem ersten Date eine dramatische Wendung nimmt ;) Das Setting wird San Francisco sein, eine Stadt, die ich vor vielen Jahren besucht habe und die in meiner Dystopie ungewohnt düstere Züge angenommen hat. Ich lasse euch mal in ein paar Zeilen hineinschnuppern:

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Schreibnachtgedanken

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Ihr Lieben,

ich werde euch ab jetzt des Öfteren mit dem überfallen, was mir in langen Schreibnächten so durch den Kopf schwirrt 😁. Das können Gedanken zu Schreibtechniken, Schreiballtag oder allem Möglichen sein, was mein Herz bewegt.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. ❤️

 

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Zuerst denken, dann reden?

Reden

 

Trägst du dein Herz auf der Zunge oder überlegst du immer ganz genau was du wie sagst?

Das, was wir sagen, ist wie eine Tür zu unserem Herzen. Wie weit öffnen wir sie für andere?
Ich denke, dass es bei jedem Menschen einen großen Unterschied macht, wer der jeweilige Gesprächspartner ist. Bei nahen Angehörigen oder Freunden wird man leichter „sein Herz auf der Zunge tragen“, weil man die Reaktionen der anderen besser einschätzen kann und weiß, dass sie einem die Worte in aller Regel nicht so schnell krumm nehmen werden.

Doch wie sieht das im Umgang mit Menschen aus, die einem fremd sind oder die man nicht ganz so gut kennt?

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#fivefactsaboutme

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📚 Ich würde nie ein Eselsohr in ein Buch machen, aber ich unterstreiche viele Stellen mit Bleistift und mache mir Randbemerkungen. Deshalb verleihe ich Bücher auch so ungern 😉.
☕️ Ich bin Kaffeesüchtig
😈 In langen Schreibnächten plündere ich heimlich die Süßigkeiten meiner Kinder.
🙈 Als ich 16 war, bin ich Fallschirm gesprungen, aber seit ein paar Jahren hat mich die Höhenangst erwischt, wenn ich z.B. auf einer Aussichtsplattform mit durchsichtigem Glasboden stehe oder auf Treppengitter und durch die Ritzen nach unten sehe. Grmpf.
🌊 Ich liebe das Meer und beneide Charles Dickens ganz fürchterlich um seine Aussicht auf das Meer von seinem Schreibtisch aus im Bleak House. Ein Haus über sturmumtosten Klippen zu haben, wäre ganz nach meinem Geschmack.

 

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Nomen est Omen: Jacob

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Heute widme ich mich einer Figur, die in Band 2 von Chosen eine besondere Rolle bekommen wird, da ich ihr eine eigene Erzählstimme einräume: Emmas Vater
Jacob MacAengus
Der Name Jacob stammt aus dem Hebräischen und bedeutete ursprünglich „Gott möge schützen“, wurde aber schon früh als „Überlister“ interpretiert.
Beide Versionen des Namens hatte ich bei der Figurenzeichnung im Kopf. Denn Jacob kann Schutz wirklich brauchen, ist aber gleichzeitig listig genug, sich aus eigener Kraft gegen seine Gegner zu wehren.
MacAengus stammt aus dem irischen Aonghus und bedeutet „Kraft“ und „Stärke“. Außerdem ist er eine große Sagengestalt der keltischen Mythologie.

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Currently Writing At: Jugendbuchdystopie

Luz

Aktueller Manuskriptstand: über Seite 400 ;)

Wer wie Luz an die Greenwood High in San Francisco geht, stammt entweder aus einem reichen oder mächtigen Elternhaus - in der Regel trifft beides zu. 
Aber Luz hält sich weder an die gesellschaftlichen Konventionen ihrer Mitschüler noch an die Regeln ihres Vaters.

"Es hätte nicht Tyrs Warnung oder die Verbote ihres Vaters, den Mission District nachts zu betreten, gebraucht.
Man musste sich nur umsehen, um zu wissen, dass kein Mensch, der an seinem Leben hing, hier nach Einbruch der Dunkelheit rumhängen sollte."

Denn die Menschheit der Zukunft hat Besuch aus der Anderswelt bekommen:
„Man sollte sie alle eliminieren.“
Behauptet Luz' Vater.

Misstrauisch beäugte sie seinen Becher. 
„Keine Angst, ich bleibe heute Abend auch lieber nüchtern.“
„Damit du mich vor der menschenfeindlichen Meute hier verteidigen kannst?“ 
„Ungewohnt, wenn man plötzlich zur Minderheit gehört, nicht wahr?“, spottete er.

Eine Nacht stellt Luz'Leben komplett auf den Kopf.
„Danke für dein One-way-Ticket in die Realität!"


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Schönheit und Body Shaming

Bodyshaming

Verfolgt man die aktuellen Diskussionen zum Thema Body Shaming stellt sich für uns AutorInnen die Frage, wie wir mit der Darstellung von körperlicher Schönheit bei der Figurentwicklung umgehen.
Müssen wir uns überhaupt Gedanken darum machen? Wollen unsere LeserInnen nicht wie in den alten Märchen und Legenden unerreichbar schöne Menschen vorgesetzt bekommen, um dem Alltag zu entfliehen? Lassen sich Bücher mit vermeintlich „hässlichen“ Helden überhaupt verkaufen?
Einfach lassen sich diese Fragen sicher nicht beantworten. Ich habe mir im Folgenden ausschließlich Gedanken zur Darstellung der äußerlich sichtbaren Merkmale von Figuren insbesondere in Jugendbüchern gemacht, nicht jedoch über deren inneren Charakter. Darauf möchte ich in einem meiner nächsten Blogartikel eingehen.

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Du musst doch nur fabulieren: Vorurteile gegenüber der Phantastik

Schreibtisch

Es ist immer wieder witzig, welchen Vorurteilen man begegnet, wenn man sich als Autor im Bereich der Phantastik bewegt. 
Sätze wie

"Du musst doch nur fabulieren. Autoren, die sich beim Erzählen in der Realität bewegen, müssen viel mehr recherchieren."

oder 
"Das ist dann aber keine besonders hochwertige Literatur."

prägen überwiegend das Bild, das viele sich von Phantastikautoren machen.

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Würdet ihr Luz hierher folgen?

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Picture ©Evan Thompson/thrillist (1)

Since I have started writing I have been fascinated where research leads me.
Currently writing my young adult dystopia I looked for a place where my character Luz could hide and found it in abandoned tunnels of San Francisco. The young photographer Evan Thompson had captured their bizarre-dark beauty in breathtaking pictures.

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Behind the scenes: Amy und Vito (Chosen - Das Erwachen)

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Findet ihr auch, dass Vito eine coole Socke ist?
Das ist zumindest die einhellige Meinung der Leser in meiner Leserunde. Wie bei einigen anderen Nebenfiguren habe ich in seinem Charakterdatenblatt viel mehr Hintergrundinformationen zu seiner Persönlichkeit und seiner Vergangenheit entwickelt, als letztlich im Roman vorkommen ;)
Wollt ihr einen Blick in meine Notizen werfen?

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Weihnachtliche Auktion für bedürftige Kinder

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***Weihnachtsauktion für einen guten Zweck *** 🎄
Heute ist bei Nicoles wunderschöner Weihnachtsauktion mein Buch "Chosen - Die Bestimmte" im Paket mit einigen Goodies dabei. Der Erlös der Auktion geht an bedürftige Kinder 😍❤️.

Viel Spaß beim Bieten! 🍀

 

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Wahre Freunde

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Heute ist der Internationale Tag der Freundschaft.
Ein wahrer Freund trägt mehr zu unserem Glück bei, als tausend Feinde zu unserem Unglück. 🤗

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Lesung aus Chosen in Köln

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Ein wenig Bammel hatte ich schon vor meiner ersten öffentlichen Lesung ;)

Aber ich vermute, das geht jedem Autorenneuling ähnlich. An diesem Samstag bin ich kurz nach vier aufgestanden, um den Zug pünktlich zu erwischen. Zu dieser Tageszeit sind die Schatten unter den Augen der Mitreisenden dunkler als die Polster im ICE und der Kaffee wird den Bahnmitarbeitern förmlich aus der Hand gerissen :D

 

 

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Was Frauen wirklich wollen ;)

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Auf meiner Englandreise habe ich das Canterbury Tales Museum besucht, eine farbenfrohe Attraktion, die einen mit kostümierten Erzählern und düsteren Requisiten in die Zeit des Spätmittelalters entführt, als der englische Dichter Geoffrey Chaucer (geb. 1340, gest. 1400) die „Canterbury Tales“ schrieb.
Die Erzählungen sind – wie in Chaucers Vorbild Decamerone von Boccaccio – in eine Rahmenhandlung eingebettet.

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Mit Gedanken singen und mit Worten malen

Von Joubert gibt es noch ein zweites fantastisches Zitat über das Schreiben: "Nicht meine Worte sollen geschliffen sein, sondern meine Gedanken. Ich halte inne, bis der Tropfen des Lichts, dessen ich bedarf, sich gebildet hat und aus meiner Feder fließt.

Warum reicht es nicht aus, die Worte zu schleifen? Welche Fehler können einem dabei unterlaufen? 

Nun, ich bin weder eine hervorragende Joubert-Kennerin noch eine Schreib-Expertin. Aber vielleicht interessiert es euch, welche Gedanken ich mir zu diesem Zitat gemacht habe. 

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Nomen est Omen: Sensus Corvi

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SENSUS CORVI
Vielleicht interessiert es euch, wie Farran gerade auf den Namen „Sensus Corvi“ (lateinisch: Sinn des Raben) für seine Schule kommt? 
Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist er ein großer Fan der irischen Mythologie. Die „Geisterkönigin“ Morrígan, die eine Magierin und Gestaltwandlerin war, konnte in Gestalt eines Raben auftreten. Dass er gerade sie besonders verehrt, ist bezeichnend für seinen düsteren Charakter. 
Zum anderen hat der Rabe für ihn nicht den negativ behafteten „Galgenvogel“-Charakter, der ihm im Mittelalter anhaftete. Vielmehr symbolisiert er für ihn Klugheit. Schon in der nordischen Mythologie berichteten die Raben Hugin und Munin dem Gott Odin, was auf der Welt vor sich ging. Auch Farran möchte seine Raben rund um die Welt entsenden und ein starkes Netzwerk paranormal Begabter aufbauen.

 

 

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Welttag des Buches - Sant Jordi

WelttagDesBuches

In Katalonien wird der Welttag des Buches mit dem Diada de Sant Jordi (Feiertag des Hl. Georg) am 23. April ganz besonders gefeiert. Die Städte sind mit Rosen geschmückt und auf zahlreichen Märkten gibt es Stände mit Büchern, roten Rosen und kulinarischen Spezialitäten. Denn an dem Tag der Liebenden und der Literatur ist es üblich, dass sich Verliebte mit Rosen und Büchern beschenken. Dass der heilige Georg als Drachentöter den Kampf gegen das Böse symbolisiert, wissen vermutlich viele von euch, aber was hat die katalanische Sant Jordi Version mit roten Rosen und Büchern zu tun? 

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Vom Mut und der Perfektion

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Im Rahmen der #traumfaenger - Challenge auf Instagram habe ich mich mit dem Thema Mut befasst, den wir Autoren alle zuhauf brauchen, um uns in dieses unsichere Schreibleben zu stürzen.

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Snippet aus meinem neuen Jugendbuchprojekt

 

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Mein neues Projekt zeichnet eine Zukunft, die mit technischem Fortschritt und menschlichem Rückschritt einhergeht.
Die Hauptfigur Luz führt seit frühester Kindheit ein privilegiertes Leben. Als einzige, über alles geliebte Tochter von Jago Hernández verdrängt sie die Rolle, die ihr Vater in einem politischen Umfeld aus sich zuspitzender Gewalt, Rassismus und Rücksichtslosigkeit spielt.

Bis eine einzige Nacht alles ändert.

"Das Einzige, was mich davon abhält, Jago Hernández’ geliebte kleine Prinzessin auf der Stelle zu töten und wie ein Verdurstender den Schmerz in seinen Augen zu trinken, ist dein Wert als Tauschobjekt. Leben gegen Leben. Verstehst du das?"

Liebe schlägt in Verachtung und Hass um, Freundschaften zerbrechen und Luz lernt plötzlich eine andere Seite ihres Vaters kennen.

"Die Tür fiel laut hinter einem Mann ins Schloss, der mit schnellen Schritten auf sie zukam. Noch nie hatte sie sein vertrautes Gesicht mehr geliebt und sie wollte sich so gerne in seine Arme fallen lassen und spüren, wie er ihr über den Kopf strich und sagte „Alles wird gut, Luz“. Aber ihr Vater ging mit aschfahlem Gesicht einfach weiter, an Luz vorbei, als wäre sie gar nicht im Raum, als würde er seine Tochter gar nicht erkennen."

An wen soll sie sich wenden, wenn das Geheimnis ihrer Vergangenheit sowohl ihren Vater als auch dessen Gegner zu ihrem Feind macht?

"Zeit war ein eigenartiges Gewand. Manchmal rutschte sie einem durch die Finger wie Seide. Oder wärmte einen wie Wolle. Gerade schnürte sie sich um ihren Körper wie eine Zwangsjacke."

Nur wenige Stunden waren vergangen.
Stunden, in denen Luz von der geliebten Prinzessin zur Gejagten wurde.

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Deleted Scenes von Chosen

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Schaut ihr euch bei Filmen auch so gerne im „Making-of-Bereich“ die Szenen an, die gestrichen wurden? Ich finde das immer unheimlich spannend.
Bei einem Roman ist es im Grunde nicht viel anders.

Manche Szenen muss man aufgrund der Gesamtlänge des Buches streichen. Andere passen plötzlich nicht mehr ins Gesamtbild der Plotentwicklung, einer Figur oder man hatte während des Schreibens schlicht neue Ideen und sie deshalb aus dem Manuskript entfernt. Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß mit diesen aus meinen beiden Manuskripten gepurzelten Textschnipseln und hoffe, dass sie euch einen kleinen Einblick in meine Arbeitsweise geben und ein wenig mehr über die Figuren in den beiden Chosen-Bänden verraten.

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Halloween-Special Chosen - Die Bestimmte

Halloween

Halloween ist in unserer Familie etwas ganz Besonderes. Zusammen mit meinen Kindern dekoriere ich schon eine Woche vorher die Wohnung, sie laden Freunde ein, schnitzen zusammen Kürbisse und gehen dann verkleidet durch unser Wohnviertel. Natürlich habe auch ich eine Menge Süßigkeiten bereit, falls bei uns jemand klingelt. Nach dem "schaurigen" Abendessen, sehen sie sich einen gruseligen Film an und genießen ihre Übernachtungsparty.

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Schreibnachtgedanken: erlebte Rede

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Jedem von uns ist die Unterscheidung zwischen direkter und indirekter Rede geläufig. Schon in der Grundschule lernen wir, wie man
„Musst du jetzt schon gehen?“
in
Sie fragte sich, ob er jetzt schon gehen müsse.
umwandelt.
Soweit so gut. Wirklich faszinierend finde ich allerdings das Stilmittel der „erlebten Rede“, bei der man im Extremfall durch das Einfügen eines einzigen Adverbiales oder Adjektivs als Erzähler in seine Figur schlüpft.

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Impressionen von der Leipziger Buchmesse

Was für ein Tag! 😊🥂
Erster öffentlicher Auftritt als Autorin und dann gleich in einem so wunderschönen Rahmen! Vielen lieben Dank Frau Pollex und Frau Kötz-Pennart vom Thienemann-Esslinger Verlag und dem Carlsen Verlag für die tolle Organisation, das liebevolle Catering mit Zuckerdruck-Covern unserer Bücher auf den Cupcakes und für die super Moderation von Rebecca Wiltsch❤️!

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Hat mich wahnsinnig gefreut, meine unheimlich netten AutorenkollegInnen Björn Springorum, Laura Kneidl, Tanja Voosen, Nica Stevens und Stefanie Hasse kennenzulernen und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen - vielleicht auf der FBM17? 
Ein herzliches Dankeschön geht auch an die talentierte Steffi Voosen, die einige der wunderschönen Fotos hier gemacht hat. Wer möchte, kann auf Instagram (Minas Moments) mehr von ihr sehen, mein Favorit ist "Frozen Bubble" 😍.

Liebe Blogger, ihr wart einfach klasse! Ihr habt mich so gut aufgenommen und es hat Spaß gemacht, euch mein Buch vorzustellen und mit euch zu reden - schade, dass die Zeit so kurz war. Es war ein unglaubliches Gefühl, zum ersten Mal das eigene Buch zu signieren.
Ich wünsche euch viele zauberhafte Lesemomente mit all unseren Büchern, dass ihr noch jede Menge toller Eindrücke auf der #lbm17 sammelt und gute Heimfahrt.

 

 

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Nomen est Omen: Fionbarr Farran

NomenJacob

Von all meinen Figuren hat der Schulleiter Fionbarr ("Fion") Farran den längsten Charakterbogen und ich kann hier und jetzt am wenigsten davon verraten, weil sehr viele Geheimnisse um seine Person erst im zweiten Band von Chosen gelüftet werden 😉.
Sein Name hat natürlich ebenfalls eine tiefere Bedeutung, wie ihr bereits vermutet habt:
Fionbarr ist altirisch und bedeutet „heller Kopf“.
Der Nachname Farran hat lateinische und altfranzösische Wurzeln („ferrant“ oder „fer“) und bedeutet grau oder Eisen. Er ist ein Symbol seines unerbittlichen Charakters. Auch seine metallisch grauen Augen spielen auf die Härte in seinem Wesen an.

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